In diesem Blogbeitrag möchte ich dir zeigen, wie ich meine automatische Gartenbewässerung aufgebaut habe und wie einfach sich eine solche Umsetzung selbst realisieren lässt. Besonders in den heißen Sommermonaten ist die Pflege eines Gartens ohne automatisches Bewässerungssystem sehr zeitaufwendig. Wer, wie ich, einen kleinen Vorgarten und einen normalen Garten besitzt, kennt das Problem: Tägliches Gießen ist aufwendig, und während des Urlaubs leidet die Gartenanlage erheblich unter fehlender Bewässerung.

Um diese Probleme zu lösen, habe ich vor einigen Jahren entschieden, eine automatische Gartenbewässerung einzurichten. Anfangs dachte ich, dass so eine Installation teuer sei und sich nicht für kleine Gärten lohne. Nach den ersten Monaten hat sich jedoch gezeigt, dass das Gegenteil stimmt. Mit der automatischen Gartenbewässerung bleibt mein Garten das ganze Jahr über grün, die Pflanzen gedeihen prächtig, und ich spare täglich wertvolle Zeit, die ich früher für das Gießen aufwenden musste.

Mein Garten

Mein Garten ist insgesamt 120 m² groß, dazu kommt ein Vorgarten von etwa 50 m². Trotz der vergleichsweise kleinen Fläche lohnt sich die automatische Bewässerung, da die Pflanzen regelmäßig Wasser benötigen und der Pflegeaufwand ohne System erheblich wäre.

Gartenbewässerung

Die Rasenfläche grenzt direkt an die Terrasse an. Hier habe ich zwei Hunter Getrieberegler I-20 (#Anzeige) rechts und links von der Terrasse installiert. Diese Regner decken den gesamten Rasenbereich zuverlässig ab. Die Wasserpipeline sowie die Verbindungselemente stammen von Gardena, da deren „Quick & Easy“-System besonders flexibel und einfach zu installieren ist.

Die Bewässerung wird durch einen 6 Meter tiefen Brunnen gespeist. Das Wasser wird mit einer Kärcher GP40 Pumpe mit 3,6 bar Druck gefördert. Für neue Projekte bietet Kärcher mittlerweile eine vergleichbare Pumpe an: Kärcher BP 3 Garden (#Anzeige).

Der Vorgarten besteht aus einem Stellplatz, einem Zugang zum Haus und zwei Grünflächen, die ebenfalls bewässert werden müssen. Hier habe ich vier Hunter Pro-Spray PRO-06 Regner (#Anzeige) mit unterschiedlichen Düsen für verschiedene Wurfweiten installiert. Die Sprühradien können an den Düsen manuell eingestellt werden, sodass die Bewässerung präzise auf die Fläche abgestimmt ist. Die Wasserzufuhr erfolgt über die gleiche Pumpe wie im Gartenbereich.

Vor der eigentlichen Installation habe ich mich intensiv mit den verschiedenen Herstellern und ihren Produkten auseinandergesetzt. Dabei habe ich zahlreiche Erfahrungsberichte in Foren gelesen, Bewertungen studiert und die Produkte auf ihre Praxistauglichkeit geprüft.

Die Entscheidung fiel auf Hunter Regner, da mir bei Urlaubsreisen in Florida und Kalifornien aufgefallen ist, dass dort viele große Gärten und öffentliche Flächen täglich mit Hunter-Systemen bewässert werden. Die Regner arbeiten präzise, zuverlässig und sind auch bei langjährigem, täglichem Einsatz wartungsarm – Eigenschaften, die ich für meine Gartenbewässerung ebenfalls benötigte.

Die Wasserinstallation für die Gartenbewässerung

Die Wasserzufuhr erfolgt über den Brunnen und die Kärcher GP40 Pumpe. Die Pumpe ist an den mittleren Schlauch angeschlossen. Da neben der automatischen Gartenbewässerung auch ein Schlauchwagen auf der rechten Seite betrieben wird, habe ich eine Rohrverteilung mit zwei Kugelhähnen installiert. So kann die Wasserzufuhr für beide Systeme gleichzeitig gesteuert werden.

Die Regner für die Gartenbewässerung

Ich habe zwei Arten von Regner für die Gartenbewässerung im Einsatz:

Getrieberegner von Hunter für die Rasenfläche im Garten: Die Getrieberegner von Hunter gibt es in verschiedenen Ausführungen. Sie unterscheiden sich z. B. in Wurfweite, Wasserdurchfluss und Anschlussgewinde. Entsprechend ihres Typs lassen sie sich mit einer Vielzahl von Düsen bestücken. Die Regner können mit einem Radius von 50° bis 360° eingestellt werden. Der Anschluss an die Wasserpipeline ist mit einem Innengewinde von 1/2“ oder 3/4“ möglich, was bei der Auswahl der Regner zu beachten ist. Beide Größen der Innengewinde lassen sich mit den Produkten von Gardena koppeln. In meinem Projekt habe ich 2 Getrieberegner Hunter I-20 eingesetzt, die durch eine langsame gleichbleibende Drehbewegung jeweils einen Radius von 90° abdecken. Dabei Überlagern sich ihre Sprühflächen, wie es auf dem oberen Bild dargestellt ist.

Hunter Pro-Spray mit einstellbaren Düsen für den Vorgarten: Dieses System bewässert eine gleichbleibende Fläche mit einem Wasserfilm aus großen Wassertropfen. Für die unterschiedlichen Wurfweiten von bis zu 5,2m werden verschiedene Düsen angeboten. Entsprechend der kleinen Gartenfläche in meinem Vorgarten, habe ich Düsen mit einer Wurfweite von 1,8m und 3m eingesetzt. Diese Sprühdüsen können für einen Radius von 0° bis 360° Dauerbewässerung eingestellt werden. Der Anschluss an die Wasserpipeline ist nur mit einem 1/2″ Innengewinde möglich. Folglich ist dies beim Anschluss an die Gardena Pipeline zu berücksichtigen.

Darüber hinaus finden sich auf der Webseite von Hunter umfangreiche Informationen zu den eingesetzten Produkten. Zudem sind weitere Informationen in meinem Blog unter Die Umsetzung enthalten.

Nützliche Links zu Produkten:

  • Hunter I-20 Versenkregner aus Edelstahl (#Anzeige)
  • Hunter PRO-SPRAY Gehäuse (#Anzeige)

Die Wasserpipeline für die Gartenbewässerung

Um eine einfache und zuverlässige Wasserzufuhr von der Pumpe zu den Regnern aufzubauen, habe ich mich für das Gardena „Quick and Easy“ Verlegesystem entschieden.  Das Gardena System bietet alle Varianten von Pipelines, Verbindungsstücken (L-/T-Stück), Endstücken sowie ein Entwässerungsventil für den Frostschutz an. Mit einer Handsäge und Schleifpapier zum Entgraten lässt sich die Pipeline schnell und einfach aufbauen. Bei der Planung der Pipeline ist daran zu denken, daß ein Entwässerungsventil für den Frostschutz an der tiefsten Stelle eingebaut werden sollte. Dieses öffnet sich, wenn der Wasserdruck aus der Leitung genommen wird. Dadurch kann das Wasser in den Boden abfließen. Folglich sollte das Element in ein Kiesbett verlegt werden.

Teil der Gardena Komponenten für die Pipeline:

  • T-Stück 25 mm (Artikel-Nr. 2771-20) (#Anzeige)
  • L-Stück 25 mm (Artikel-Nr. 2773-20) (#Anzeige)
  • T-Stück 25 mm (Artikel-Nr. 2790-20) (#Anzeige)

Integration in die Hausautomation

Ein weiterer Vorteil meiner Gartenbewässerung ist die Steuerung über Homematic. Die Bewässerungskreise lassen sich zeitlich individuell programmieren, sodass verschiedene Bereiche unabhängig voneinander bewässert werden können. Besonders praktisch ist dies, wenn unterschiedliche Pflanzenarten unterschiedliche Wassermengen benötigen. Für die automatische Gartenbewässerung mit Homematic und die Steuerung über das Smartphone habe ich mich für die Lösung von Homematic CCU2 / CCU3 entschieden. Homematic bietet für fast alle Situationen des häuslichen Lebens eine praktische Lösung und erleichtert den Alltag. Hiermit ist die Rolladensteuerung sowie Licht und Alarmanlage realisert.

Die Beschreibung dazu findest Du unter Die Automation. Wenn Du wissen möchtest, mit welchen Produkten ich mein Projekt umgesetzt habe, dann schau hier nach Die Umsetzung. Außerdem kannst Du weitere Informationen zu meiner automatischen Gartenbewässerung in den einzelnen Blogeinträgen nachlesen unter Blog – Info.

Nützliche Links zu Produkten:

  • Homematic Smart Home Zentrale CCU3 (#Anzeige)
  • Homematic Funk-Schaltaktor (HM-LC-Sw4-DR) (#Anzeige) oder Homematic 1-Kanal-Schaltaktor im Hutschienengehäuse (HM-LC-Sw1-DR)
Homematic Funk-Schaltaktor (HM-LC-Sw4-DR)

Homematic Funk-Schaltaktor (HM-LC-Sw4-DR)(#Anzeige)

Vorteile der automatischen Gartenbewässerung

Die Vorteile meines Systems auf einen Blick:

  • Zeitersparnis: Kein tägliches Gießen mehr notwendig
  • Konstante Bewässerung: Auch während Urlaubszeiten bleibt der Garten grün
  • Effiziente Wassernutzung: Durch Regler mit einstellbaren Radien und Sektoren
  • Frostschutz: Entwässerungsventile verhindern Schäden im Winter
  • Flexibilität: Unterschiedliche Kreise für Garten, Vorgarten oder spezielle Beete

Tipps für den Aufbau einer eigenen automatischen Gartenbewässerung

  1. Genauen Plan erstellen: Zeichne die Fläche, positioniere Pflanzen, Rasen, Wege und Terrassen
  2. Regner auswählen: Getrieberegner für große Flächen, MP Rotatoren für kleinere Flächen
  3. Pipeline planen: Gardena Quick & Easy System verwenden
  4. Frostschutz berücksichtigen: Entwässerungsventile an tiefster Stelle installieren
  5. Automatisierung einplanen: Homematic oder andere Steuerungssysteme einbinden

Fazit

Auch für kleine Gärten lohnt sich eine automatische Gartenbewässerung. Mein Projekt zeigt, dass selbst auf 120 m² Gartenfläche plus 50 m² Vorgarten eine effiziente, zeitsparende Bewässerung möglich ist. Durch die Kombination aus Hunter Regnern, Gardena Pipeline und Homematic Steuerung kann die Bewässerung flexibel und zuverlässig umgesetzt werden.

Selbst kleine Gartenbesitzer können von den Vorteilen einer automatischen Bewässerung profitieren: weniger Aufwand, gleichmäßige Wasserverteilung, gesunde Pflanzen und langfristige Pflegeerleichterung.


Extra-Tipp: Plane die Position der Regner so, dass sich die Sprühflächen überlappen. Dies sorgt für eine gleichmäßige Bewässerung und verhindert trockene Stellen.


Der Blog Meine Gartenbewässerung ist ein praktisch orientierter Ratgeber für alle, die eine automatische Bewässerung im eigenen Garten planen, bauen oder optimieren wollen. Er deckt dabei alle relevanten Themen ab – von der Planung über Produktauswahl bis hin zur technischen Installation und Automatisierung mit Smart‑Home‑Lösungen.

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